Fürstenwalde

- Stadt am Scharmützelsee bei Berlin

Fürstenwalde liegt nur 66 km vom Zentrum Berlins entfernt, was sie zu einem tollen Startpunkt macht, wenn man unser Bundeshauptstadt einen Besuch abstatten möchte. Doch man muss die Stadt eigentlich gar nicht verlassen, denn diese Stadt direkt an der Spree gelegen, hat mit ihren 32.867 Einwohnern (Stand 31.12.2008) ihren Besuchern jede Menge interessantes zu bieten. Fürstenwalde liegt nur 44 Meter über NN und breitet sich auf einer Fläche von 70,52 km² aus.

Die Spree bei Fürstenwalde.

Wandern

Eine Wanderung zum Scharmützelsee wäre schon nach 6 km beendet. "Schade eigentlich" werden jetzt Wanderfreunde sagen. Stimmt und genau aus diesem Grund kann man auf rund 260 km markierten und ausgeschilderten Wanderwegen die wunderschöne Umgebung der Stadt Fürstenwalde erkunden.

Geschichte

Mittelalter

Die Geschichte, der märkischen Domstadt ist sehr wechselvoll, erstmals urkundlich erwähnt wurde sie 1272, gegründet dürfte sie aber schon zwischen 1225 und 1250 worden sein. Die Stadt entstand vermutlich im Zuge der Osterweiterung Mitte des 13. Jahrhunderts. Woher sich ihr heutiger Name ableitet ist nicht ganz klar. Am wahrscheinlichsten ist, dass er aus der Bezeichnung Furth im Walde hervorgegangen ist, da sie an einem Handelsweg zwischen West nach Ost gelegen ist. Durch sogenannte Niederlagetore, mit dem Namen die Pforte oder das Wassertor, kamen die Waren in die Stadt. Reste dieser Tore sind heute noch erhalten. Schon 1285 bestätigten die Markgrafen die Grenzen des damaligen Fürstenwaldes. 100 Jahre später 1385 wurde die Stadt Sitz der Bischöfe von Lebus, diese ließen sich hier nieder, weil Fürstenwalde, eine für damalige Verhältnisse eine hervorragende Stadtbefestigung besaß. Doch auch diese schützte die Stadt nicht vor der Plünderung durch die Quitzows, einer bekannten Raubritterfamilie. Diesem Raubzug folgten in den darauffolgenden Jahren und Jahrhunderten noch weitere.

Neuzeit

Im 17. Jahrhundert war Fürstenwalde schon als hervorragende Universitätsstadt bekannt. 1622 erhielt die Stadt das Recht eigene Münzen zu prägen und nur 2 Jahre später konnte sich die Stadt einen Rathausturm leisten. Um 1700 wurde das kurfürstliche Jagdschloss fertiggestellt und schon 50 Jahre später zum Militärgetreidemagazin umgebaut, neben dem Alten Fritzen steht noch heute ein Speicher. In den Befreiungskriegen von 1806-1813 war die Stadt von napoleonischen Truppen besetzt. Ab 1837 begann in der bis dahin stark von militärischer Nutzung geprägten Stadt die Industrialisierung, eine Ziegelei entstand, ebenso wie ein Gaswerk, Wasserwerk und Klärwerk. Anfang des 20. Jahrhunderts wird das Rathaus aufwendig saniert und die Rüstungsindustrie breitet sich aus, die Zeit bis zum Ende des 2. Weltkrieges ähnelt der in vielen deutsche Städten. Kurz vor Ende des Krieges wird auch Fürstenwalde durch einen Bombenangriff zerstört, unter anderem wurden auch das Rathaus und der historische Dom zerstört, das Rathaus wurde schon 1969 in der DDR wieder aufgebaut, der Dom aber konnte erst 1995 wieder eingeweiht werden.

Wer heute die alte junge Stadt an der Spree besucht, wird neben vielem neuen auch noch sehr viele Zeitzeugen der Geschichte entdecken können und dabei feststellen das Fürstenwalde immer eine Reise wert ist.

Statistiken zu Fürstenwalde

Einige Statistiken zu Fürstenwalde.

Datum Einwohnerzahl
31.12.2008 32.867
31.12.2007 33.104
31.12.2006 33.121
30.06.2006 33.188
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